Hennecken Consulting GmbH - Springe direkt:

Hauptnavigation

Servicenavigation

Globalnavigation

Steuernews für Gastronomie/Hotellerie

Umsatzsteuer in der Gastronomie
Corona-bedingte Regelungen bis 31.12.2022 verlängert [ mehr lesen ]
Sachentnahmen in der Gastronomie
Pauschbeträge 2021 für die Umsatzsteuer [ mehr lesen ]
Initiative für Mehrwegverpackungen
Novelle des Verpackungsgesetzes [ mehr lesen ]
Ausbeutekalkulation mit 30/70-Methode
Handlungsstrategien bei Betriebsprüfung [ mehr lesen ]
Musikveranstaltungen
Neues BFH-Urteil [ mehr lesen ]
Mindestlohn 2021/2022
Seit 1.1.2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Dieser wurde zum 1.1.2021 auf € 9,50 angehoben. [ mehr lesen ]
Inventurvorbereitungen zur Bilanzerstellung
Gastronomiebetriebe müssen als Gewerbebetriebe jeweils zum Schluss eines Wirtschaftsjahres eine Inventur durchführen. [ mehr lesen ]
Vorsicht: Steuerfahndung
Ferienwohnungen erfreuen sich gerade zu Corona-Zeiten steigender Beliebtheit. [ mehr lesen ]

Ausbeutekalkulation mit 30/70-Methode

Ausbeutekalkulation

Begriff und Funktionsweise

Unter der sogenannten 30/70-Methode wird eine Ausbeutekalkulation verstanden, die auf dem Getränkewareneinsatz basiert. Dabei nimmt der Betriebsprüfer an, dass jeder Gast typischerweise zu einem Essen eine bestimmte Menge an Getränken konsumiert. Bei der 30/70-Methode wird ein Verhältnis der Speisen zu den Getränken von 70 % zu 30 % angenommen. Kennt der Betriebsprüfer also die Anzahl der Getränke, kann er mit der 30/70 Methode auf die Anzahl der Speisen schließen, ohne die Speisen gesondert kalkulieren zu müssen. Die Anzahl bzw. die Größe der Fleischstücke oder der Einsatz bestimmter Gewürze usw. spielen dann keine Rolle mehr.

Anerkannte Schätzmethode

Die Ausbeutekalkulation wird von der Rechtsprechung als geeignete Schätzmethode anerkannt (z. B. BFH, Beschluss vom 11.1.2017 X B 104/16). Die „Schätzung auf Grundlage einer Getränkekalkulation“ ist „auch aus Sicht des Senats eine geeignete Schätzungsmethode, die auf betriebsinternen Daten aufbaut“.

Kritik

Dennoch ist diese Methode oft nur bedingt geeignet, etwa bei einer hohen Anzahl an Außerhausverkäufen. Hier werden im Regelfall keine Getränke mitverkauft. Außerdem gilt es, Schwund und Eigenverbrauch entsprechend zu bestimmen und zu berücksichtigen, was in vielen Fällen (Schankverluste, verdorbenes Bier in der Leitung usw.) schwer möglich ist. Auch können Getränke, die sich Mitarbeiter mit oder ohne Erlaubnis nehmen, dem Gastronomen steuerlich nicht zugerechnet werden.

Tatsächliche Verhältnisse

Gastronomen sollten bei Anwendung der Ausbeutekalkulationsmethode im Rahmen einer Betriebsprüfung unbedingt auf die Verwendung des tatsächlich ermittelten Speisen-Getränkeverhältnisses drängen. Dies gilt besonders dann, wenn für einen Zeitraum ein anderes (günstigeres) Speisen-Getränkeverhältnis ermittelbar ist und der betreffende Zeitraum gegenüber dem Prüfungszeitraum keine (saisonalen) Besonderheiten aufweist. Was die Ermittlung der tatsächlichen Verhältnisse anbelangt, haben Gastwirte eine Mitwirkungspflicht zur Sachverhaltsaufklärung.

Stand: 29. März 2021

Bild: DisobeyArt - stock.adobe.com

Author

design by atikon

hCards

Logo von Hennecken Consulting GmbH
Hennecken Consulting GmbH, work: Markt 4, 04523 Pegau, Deutschland, work: +49 34296 993-0, fax: +49 34296 993-30
Logo von Atikon
Atikon EDV & Marketing GmbH, work: Kornstraße 15, 4060 Leonding, Austria, work: +43 732 611266 0, fax: +43 732 611266 20